Gründungsgeschichte

Die Geschichte des Rodenbacher Coelze Club

Der Rodenbacher Coelze Club wurde am 1. August 1970 in der Gaststätte Binding-Quelle ( heute Stein´s Tivoli ) von fast 30 meist unverheirateten Männern gegründet. Trotz zaghafter Bemühungen und Gendertendenzen in unserem Land ist die Mitgliedschaft nach wie vor Männern vorbehalten. Die Zahl der Coelze ist auf maximal 33 begrenzt. Eine Mitgliedschaft kann nicht durch Antrag erworben werden, sondern erfolgt auf Vorschlag durch die Versammlung.

Der Club hat in Rodenbach viele Aktivitäten ins Leben gerufen, die von der Öffentlicheit immer gut angenommen wurden. Volksradfahren, Fußball-Ortsturnier, Oktoberfest, diverse Spendenaktionen sowie die Verleihung eines Rodenbacher Kulturpreises gehören genauso dazu wie der Schlagerabend am Spargelfest, der 22 Jahre lang das Publikum begeisterte. Nach wie vor erfreut sich die Coelze-Sitzung, die seit 1976 zur Fastnachtszeit Bestand hat, großer Beliebtheit.

Die Entstehung des Clubs basiert auf dem legendären Coelze-Spiel, bei dem eine Streichholzschachtel nach dem Einsatz einer nicht näher festgeslegten Geldsumme in beliebiger Richtung verschoben wurde. Sieger des Spiels war immer derjenige, der als Erster keine Lust mehr hatte und sich den eingesetzten Betrag aus dem Pott nahm.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurden später das Geld an die ursprünglichen Besitzer zurück gezahlt, so dass wieder finanzielle Kapazitäten für eine neue Spielrunde vorhanden waren.

Erfinder des Spiels und Namensgeber des Vereins war „Jonathan von Coelze“. Er gehörte dem damals weit verbreiteten verarmten Landadel an.Überlieferungen nach wurde er im späten Mittelalter in Oberhessen geboren und beeindruckte durch seine von Humor und Geselligkeit geprägte Lebensart schon damals viele Menschen. Sein Sinn für gemeinsames Schaffen und seine satirische Art, die Tücken des Alltags zu meistern und ins Positive umzuwandeln, wurden allgemein hochgeschätzt. Zu seinen engsten Vertrauten gehörten der Baron von Münchhausen, Till Eulenspiegel, Albert Einstein und Andreas Scheuer.

Da ein genaues Datum seines Ablebens nicht wirklich bekannt ist, gehen nicht nur Esoteriker davon aus, dass neben seiner Seele und seiner Maxime auch sein Körper unsterblich ist.